Bericht aus der HNA von Gerd SyllaTurbine auf Durchreise | ||||
Bundesliga-Frauen aus Potsdam gastieren am 11. Juni erneut in Northeim | ||||
northeim. Auch in diesem Jahr wartet auf die besten Fußballfrauen in Südniedersachsen ein besonderes Erlebnis. Am Mittwoch, 11. Juni, um 18.30 Uhr stellt sich Frauen-Bundesligist 1. FFC Turbine Erfurt im Northeimer Gustav-Wegner-Stadion wie schon vor fast genau einem Jahr vor und trifft dabei auf eine Regionsauswahl. Trainerin Sandra Hallmann, die zusammen mit Ilse Fazekas und Peter Kuck für den erneuten Auftritt einer der deutschen Topmannschaften in Northeim verantwortlich zeichnet, wird den Kader der Südniedersachsen-Auswahl, die im Vorjahr den Bundesligafrauen mit 1:8 (1:4) unterlag, auf einigen Positionen verändern. „Auch andere Spielerinnen sollen die Chance haben, gegen einen solchen Gegner aufzutreten,“ begründet sie diese Maßnahme. Die Regionalauswahl hat bereits ein gemeinsames Training am 13. Mai in Kalefeld absolviert und trifft sich zur weiteren Vorbereitung auf das Potsdam-Spiel am Dienstagabend ab 18.30 Uhr zum Training im Northeimer Gustav-Wegner-Stadion, nach dem dann auch das endgültige Aufgebot feststeht. Der 1. FFC Turbine Potsdam ist aktuell die Nummer drei im deutschen Frauenfußball hinter dem Pokalsieger 1. FFC Frankfurt und dem gegenwärtigen Bundesliga-Spitzenreiter FCR 2001 Duisburg. Der Verein blickt auf eine über 35-jährige Geschichte zurück. Bernd Schröder, heute noch Cheftrainer des Bundesligateams, gründete 1971 in der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Turbine Potsdam die Abteilung „Frauenfußball“. Bis 1990 spielte die erste Mannschaft in der DDR-Oberliga. Dann wurde die BSG Turbine Potsdam aufgelöst und in einen gemeinnützigen Verein, den SSV Turbine Potsdam, umgewandelt. Aus der eigenständigen Frauenabteilung wurde am 1. September 1999 der 1. FFC Turbine Potsdam gegründet. 1994 stieg die erste Mannschaft in die Bundesliga auf. Nach Vizemeisterschaften von 2001 bis 2003 wurde die Mannschaft 2004 und 2006 Deutscher Meister und gewann 2005 den UEFA-Pokal. Deutscher Pokalsieger wurden die Potsdamerinnen drei Mal hintereinander von 2004 bis 2006. Wie gut es dem Team aus Potsdam im vergangenen Jahr in Northeim gefallen hat, zeigt die Tatsache, dass Trainer Bernd Schröder diesmal das Freundschaftsspiel nicht nach der Saison austragen wollte, sondern mit seiner Mannschaft einen Stopp in Northeim auf dem Weg zum letzten Bundesligaspiel am 15. Juni beim SC Freiburg einlegt. Das erhöht natürlich die Chancen, dass die Zuschauer die besten Spielerinnen in Aktion erleben werden, darunter die aktuellen Nationalspielerinnen Jennifer Zietz, Babett Peter und Anja Mittag. Ansonsten hat das Turbine Team unter anderem acht deutsche Junioren-Nationalspielerinnen im Kader. (gsy) |