Abnutzungskampf in Hildesheim – Northeim gewinnt

PSV Grün-Weiß Hildesheim – FC Eintracht Northeim 0:3 (0:0)
Spielbericht vom 30. April 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Frauen: Nachholspiel am 29.04.2026 um 19:00 Uhr in Hildesheim
Mit einer kämpferischen Leistung und deutlich verbesserter Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit sichern sich die Eintrachtfrauen einen verdienten 3:0-Auswärtssieg in Hildesheim. In einem echten Kampfspiel setzte sich Northeim am Ende souverän durch.
Von Beginn an war klar, dass hier kein schönes Fußballspiel entstehen würde. Der Platz war extrem hart, uneben und schwer zu bespielen – teilweise wirkte der Boden eher wie Beton als ein schöner Fußballrasen. Ein geordneter Spielaufbau war kaum möglich, viele Bälle versprangen, sodass beide Teams immer wieder auf lange Bälle zurückgreifen mussten.
Hinzu kam eine sehr körperbetonte Spielweise der Gastgeberinnen. Hildesheim unterband immer wieder früh das Northeimer Spiel, ging konsequent und häufig unfair in die Zweikämpfe und sorgte mit vielen Fouls und Unterbrechungen dafür, dass kaum Spielfluss zustande kam. Es entwickelte sich über weite Strecken ein Abnutzungskampf statt eines Fußballspiels.
Trotz dieser schwierigen Bedingungen war Northeim die aktivere Mannschaft und erspielte sich bereits in der ersten Halbzeit mehrere gute Chancen. Unter anderem kam Ella Pfister nach einem Fehler im Aufbau der Gastgeberinnen zum Abschluss, während Gesa Radtke und Johanna Gießler weitere Möglichkeiten hatten. Besonders in der 14. Minute wurde es brenzlig: Nach einem Abschluss von Gießler, den die Torhüterin abprallen ließ, konnten mehrere Nachschüsse von Radtke gerade noch auf der Linie geklärt werden. Der Ball wollte jedoch noch nicht ins Tor, sodass es torlos in die Pause ging.
Direkt nach Wiederanpfiff folgte dann die verdiente Führung: Nach einem Freistoß von Katharina Knopf war Nia Hildebrandt zur Stelle und köpfte sehenswert zum 0:1 ein (48.). Die Geduld der Northeimerinnen wurde damit endlich belohnt.
Auch danach blieb das Spiel geprägt von vielen Zweikämpfen und Unterbrechungen. Northeim ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und blieb geduldig. Wie schon in der ersten Halbzeit erspielte sich die Mannschaft weitere Chancen – diesmal mit dem entscheidenden Unterschied in der Verwertung.
In der 87. Minute sorgte erneut ein Freistoß für Gefahr. Nachdem der Ball zunächst geklärt wurde, brachte Gesa Radtke ihn nochmals in die Mitte, wo Ella Pfister am zweiten Pfosten goldrichtig stand und den Ball zum 0:2 über die Linie drückte. In der Nachspielzeit setzte Northeim den Schlusspunkt: Johanna Gießler setzte sich stark durch und traf nach ebenso starker Vorarbeit von Alisha Leuci zum 0:3-Endstand.
Defensiv stand Northeim insgesamt sehr stabil und verteidigte besonders in der zweiten Halbzeit leidenschaftlich, sodass kaum noch Gefahr für das eigene Tor entstand.
Am Ende steht ein verdienter Auswärtssieg in einem Spiel, das mehr von Kampf, Härte und Willen als von spielerischer Leichtigkeit geprägt war. Northeim nahm die Bedingungen an und belohnte sich endlich für den großen Aufwand der vergangenen Wochen – diesmal zählen vor allem die drei Punkte. Am Wochenende steht das erste der letzten drei Heimspiele an, in dem die Serie fortgesetzt werden soll.
Fotos: Isabell Kramer (Instagram: @isaa.dct)












































